VEREINSVORSTAND

(Leitungsorgan)

 

1. VORSITZENDER: OSR. Alfred Klafl

2. STELLVERTR.: BGM. Werner Haberl

3. KASSIER: ING. Gerhard Roßmann

4. STELLVERTR.: Mag. Gregor Glawischnig

5. SCHRIFTF.: Wolfgang Wagner

6. STELLVERTR.: Thomas Pichlmaier

 

 

 

 

 

ERWEITERTER  AUSSCHUSS

(Beirat)

 

Beirat Natur-Umwelt: W. Haberl - W. Wagner

Beirat Natur-Umwelt: K. Pusterhofer - F. Gamsjäger

Beirat: Jungfischer: Th. Pichlmaier

Beirat Kontrolle: Dr. M. Schaffer - F. Jetz

Beirat Besatz u. Arten: G. Rothleitner - W. Haberl

Beirat Vereinseigentum: K. Pusterhofer - G. Roßmann

Beirat Aufsicht: F. Klafl - F. Gamsjäger

Beirat PR -Werbung: F. Klafl - G. Glawischnig

Chronik

Nach Beendigung des Pachtvertrages zwischen dem Wiener Fischereiverein und der Marktgemeinde Gaishorn formierte sich Ende 1995 ein Konsortium zur Gründung einer Fischereigemeinschaft im Ort, dem mehrheitlich ortsansäßige Bürger und Seegrundbesitzer angehörten. Dem Protokoll einer Gründungsversammlung vom 12. März 1996 ist zu entnehmen, dass man gewillt ist, den See und seine Früchte nach den üblichen Gesetzen des Naturschutzes und der Landesfischerei zu nutzen und zu hegen.

In der ersten Jahreshauptversammlung am 14. Mai 1996, bei der die Konsortiumsmitglieder Dr. Manfred Schaffer, Ing. Bruno Wagner, DI Karl Glawischnig, Günther Rothleitner, Franz Jetz, BM Karl Pusterhofer, Karl Mayr, OSR Alfred Klafl, Fritz Gamsjäger, Rudolf Haberl, Ing. Gerhard Roßmann, Ing. Christoph Aigner und Anton Kaiser anwesend waren, wurden Dr. Manfred Schaffer zum Obmann und Bruno Wagner als sein Stellvertreter gewählt. Alsbald begann die gelungene Mischung von Kräften unter den Vereinsmitgliedern Wirkung zu zeigen, weil bald zügig mit einer kontinuierlichen Aufbauarbeit im Sinne einer biotopgemäßen Artenpflege begonnen wurde und in der Folge nun eine Fischleiter für die Durchlässigkeit der Gewässer während der Laichzeit sorgt. Trotzdem blieb der See von Katastrophen nicht unverschont; ein Äschen - und Forellensterben am 31. 08. 2000 im Oberlauf und Vorseebereich infolge verstärkten Chlorgehaltes einerseits und das große Karpfensterben 2005 andererseits, waren wohl eine eindeutige Warnung der Natur, dass menschliche Fehleingriffe meist üble Folgen nach sich ziehen. Bereits im ersten Bestandsjahr lud man Petrijünger aus nah und fern zum „24 Stunden Hegefischen“ um den Gaishorner Hecht, was in den Folgejahren zu vielen unvergesslichen Erlebnissen am Gewässer und zu echten Freundschaften unter den Fischern geführt hat. Während sich der Kassier Gerhard Roßmann rührig um die Krebsbewirtschaftung kümmerte, versuchte der Schriftführer Alfred Klafl durch die Abhaltung von Fischereigrund -und Fortbildungskursen stets den neuen Strömungen und Gesetzen der Fischerei gerecht zu werden. Um die Belange der Jungfischer sorgte sich der erst später zur Gemeinschaft gestoßene Wolfgang Wagner und so war das beliebte Jugendfischen für längere Zeit nicht mehr aus dem Jahreskalender wegzudenken.

 

Riesengroß war allerdings die Verwunderung von Lokalmatator und Vereinsmitglied Anton Kaiser sen., als er plötzlich am Samstag, dem 5. November 2005, um 8 Uhr morgens beim Fischen auf Hecht mit einem noch halbgefrorenem Rotauge als Köderfisch den König unserer Seen überlistete. Nach einem abenteuerlichen einstündigen Drill konnte der beherzte Petrijünger seinen kapitalen Hecht mit einer Länge von 125 cm und einem stattlichen Gewicht von 14, 20 kg keschern und als seine Rekordbeute betrachten und bewundern. Ob beim Nahversorgerfest oder bei manch anderen Veranstaltungen im Ort war und ist das Team der FG-Gaishorn mit Eifer dabei und man ist besonders stolz auf die kräftige Mithilfe der Fischersgattinnen.

 

Am 13. März 2006 übernahm DI Karl Glawischnig die Obmannschaft von Dr. M. Schaffer und führte die Vereinsbelange bis 2013. Ihm zur Seite stand Stellvertreter Günter Rothleitner und ein starkes Team, welches im Zuge der beiden Katastrophenereignisse im Sommer 2012 auf eine besondere Bewährungsprobe gestellt wurde. Für die zwei Fischerzillen und Gerätschaft der FG-Gaishorn wurde in den Wintermonaten 2007 mit viel Fleiß und großem handwerklichen Geschick eine Bootshütte nach Ausseer Vorbild am Nordufer des Sees errichtet. Mehr als 500 freiwillige Arbeitsstunden und an die 50 fm Holz waren notwendig, um nach der bau –bzw. wasserbehördlichen und schließlich naturschutzrechtlichen Genehmigung eine stilgerechte Bootshütte im Ausmaß von 10 x 7 Metern auf Tannenpiloten in die bezaubernde Landschaft zu stellen.

 

Im Jahre 2009 erfolgte in den Wintermonaten eine Ausbaggerung des Vorsees und des Zwischengerinnes, welches in der Folge einen völligen Neubesatz von Fischen in dieser einmaligen Äschenregion erforderte. Nach erfolgter Wiederherstellung dieses Habitats wurden durch die beiden Überflutungen im Sommer 2012 leider ein Großteil von Menschhand geschaffener Einrichtungen und Anlagen im Seebereich von Naturgewalten völlig zerstört. Lobend erwähnt werden muss die Arbeit der Baubezirksleitung (4000 LKW-Fuhren waren notwendig!) in Hinblick auf die Wiederherstellung von Vorsee und Zwischengerinne. Eine finanzielle Unterstützung durch das Land Steiermark, damit am Gewässer ein entsprechender artenreicher Fischbesatz ermöglicht hätte, unterblieb allerdings.

 

Im Zuge der 17. Jahreshauptversammlung wurde am 14. März 2013 ein neuer Vereinsvorstand gewählt, der einen Generationswechsel in Hinblick auf zukünftige Herausforderungen an die Fischereigemeinschaft einleiten soll. Für die freiwillig ausgeschiedenen Vereinsmitglieder wurden Mag. Gregor Glawischnig, Werner Haberl und Thomas Pichlmayr nachfolgend einstimmig in die Gemeinschaft aufgenommen, um zukünftig am Vereinsgeschehen aktiv mitzuwirken.

 

Im langsam ausklingenden Fischerjahr 2015 wurde wiederum an einer Infrastrukurverbesserung am See gearbeitet, indem im Süduferbereich ein neuer Steg errichtet wurde, der insbesondere von Bootsfischern stark frequentiert wird. Am Veranstaltungssektor ist durch die Ausrichtung des 1.Carpfriendshipmeetings im September ein neues Event am See ins Leben gerufen worden, das österreichweit für Beachtung und Anerkennung sorgte. Im Bereich der Fischereiaufsicht wurde erstmalig ein Team aufgestellt, das für eine korrekte Ausübung des Waidwerkes am See verantwortlich zeichnete; erfreulich die Tatsache, dass 3 Fischerkollegen nach erfolgten Vorbereitungskursen in Graz auf der Bezirksverwaltungsbehörde auf die Kontrolle am See angelobt wurden. Mit Einführung der 24 Stundenkarte war diese Maßnahme unerlässlich, zumal sich die Anzahl der Fischer stetig erhöht und größter Beliebtheit erfreut.

 

Eine Neuanschaffung von zwei Zillen von Bootsbauer Witti war im Frühjahr 2017 notwendig geworden, nachdem die alte Generation nach 17- jährigem Einsatz ihren Dienst geleistet hatte. Auf eine verbesserte Infrastruktur in Hinblick auf die Ausübung der Fliegenfischerei wurde am Vorsee gesorgt, wobei dieser Gewässerabschnitt der Bezeichnung „Äschenregion“ aufgrund des zahlreichen Fischaufkommens mehr als gerecht wird.

 

Der Gaishorner See wird in der Tat von vielen ambitionierten Petrijüngern wegen seines Fischreichtums stets gerne als beliebtes Anglerziel aufgesucht, weil man inmitten einer reizenden Landschaft immer wieder stattliche Karpfen und kapitale Hechte an Land zieht. Am 22. Oktober 2017 wurde in einer Sitzung des Marktgemeinderates die Seeverpachtung nach einstimmiger Beschlussfassung wiederum für 10 Jahre an die Fischereigemeinschaft Gaishorn vergeben. Das Team um Obmann OSR Fred Klafl versucht das Waidwerk der Fischerei am See schonend und einfühlsam zu lenken, damit auch für nachfolgende Generationen die Spielräume einer intakten Natur nachhaltig erhalten bleiben.

 

OSR. FRED KLAFL, im September 2017

 

 

 

Fischereigemeinschaft Gaishorn - Wir gestalten Umwelt im Einklang mit der Natur!

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